Der Ansatz der «Personalisierten Medizin» steht dafür, die immense Menge an gesundheits- und krankheitsbezogenen Daten, über die wir heute verfügen, für die optimale Behandlung von Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen. «Personalized Health», also Personalisierte Gesundheit, steht für das Bestreben, entsprechende Erkenntnisse der gesamten Bevölkerung zugutekommen zu lassen, beispielsweise im Bereich der Prävention.

Um dies zu ermöglichen, braucht es nebst der nötigen Infrastruktur – allem voran im Bereich der medizinischen Informatik – und der Vernetzung der vorhandenen Daten auch gezielte Forschung über konkrete medizinisch relevante Wirkungszusammenhänge, wie z. B. zwischen genotypischen Varianten und der Ausprägung einer Erkrankung bei einer bestimmten Person. Ein Schwerpunkt, der im Rahmen des strategischen Fokusbereichs Personalized Health and Related Technologies gesetzt werden soll, ist die Schaffung von Plattformen, die es erlauben, unterschiedliche molekulare Daten aus klinischen Proben zu verknüpfen und im Hinblick auf ihre weitere Verwendung in der Forschung systematisch verfügbar zu machen.

© ETH Zürich / Gian Marco Castelberg

Daneben soll in unterschiedlichen Bereichen auf die Analyse bestimmter Datentypen und das Verständnis ihrer gesundheitsrelevanten Bedeutung fokussiert werden – auch hinsichtlich der optimalen Wirkung therapeutischer Ansätze durch deren datengestützte Individualisierung. Schliesslich sollen Geräte entwickelt werden, die Forschung und Praxis im Bereich Personalized Health optimal unterstützen.

Der strategische Forschungsbereich Personalized Health and Related Technologies strebt eine enge Vernetzung mit der schweizweiten Initiative «Swiss Personalized Health Network» an. Da in allen Forschungsbemühungen die sichere Handhabung und Analyse grosser Datenmengen eine entscheidende Rolle spielt, werden zudem Synergien mit dem strategischen Fokusbereich Datenwissenschaften genutzt.