Der ETH-Rat ist verantwortlich für die Strategische Planung des ETH-Bereichs. Er erstellt diese Vierjahresstrategie zuhanden des Bundes, der daraus den Leistungsauftrag an den ETH-Bereich ableitet. Als inhaltliche Grundlage dient die Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation.

In der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2013-2016 (BFI-Botschaft) formuliert der Bundesrat die Leitlinien, Ziele und Massnahmen seiner Bildungs- und Wissenschaftspolitik für eine Periode von jeweils vier Jahren. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, werden auch die entsprechenden Gelder gesprochen.

Die Federführung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft liegt gemeinsam beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation sowie beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, die davon betroffenen Bereiche (ETH-Bereich, Universitäten, Fachhochschulen, Schweizerischer Nationalfonds, Kommission für Technologie und Innovation etc.) werden bei der Erarbeitung stark miteinbezogen. (vgl. Staatssekretariat Bildung, Forschung und Innovation). Der ETH-Rat bringt dabei seine eigene Strategische Planung für den ETH-Bereich ein.

Der Leistungsauftrag des Bundes an den ETH-Bereich

Im Rahmen der BFI-Botschaft erteilt der Bundesrat dem ETH-Bereich einen Leistungsauftrag für jeweils vier Jahre. Das Parlament bewilligt dazu einen Zahlungsrahmen für Betrieb und Investitionen des ETH-Bereichs. Auf dieser Grundlage führt der ETH-Rat die ETH Zürich, die EPFL und die vier Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag; er schliesst dafür mit jeder Institution eine Zielvereinbarung ab.

Zahlungsrahmen des Bundes für den ETH-Bereich 2013-2016

In der Leistungsperiode 2013 bis 2016 beträgt der vom Bundesparlament genehmigte Zahlungsrahmen für den ETH-Bereich 9‘657,9 Mio. CHF.

Die Ziele des Bundes für den ETH-Bereich gemäss Leistungsauftrag 2013-2016

Der Leistungsauftrag des Bundes an den ETH-Bereich für die Jahre 2013-2016 baut auf den vorangegangenen Leistungsaufträgen und den daraus gewonnen Erkenntnissen auf. Die wichtigsten Herausforderungen für den ETH-Bereich sind die steigenden Studierendenzahlen, die internationale Positionierung und die vermehrte Teilnahme an strategischen Zusammenarbeitsprojekten, die von mehreren Hochschulen und teilweise über alle Hochschultypen (ETH, Universitäten, Fachhochschulen) hinweg oder mit internationalen Partnern lanciert werden.

In der Leistungsperiode 2013 bis 2016 strebt der ETH-Rat u.a. die folgenden, vom Bundesrat beantragten und vom Parlament genehmigten Ziele zur Erfüllung seiner Kernaufgaben der Lehre, Forschung und des WTT an:

  • Der ETH-Bereich bietet eine im internationalen Vergleich erstklassige und für die Studierenden attraktive Lehre an. Er baut seine Spitzenposition in der internationalen Forschung weiter aus und setzt thematische Schwerpunkte in fünf Bereichen.
  • Er fördert den Transfer seiner Erkenntnisse und Kompetenzen in die Gesellschaft und Wirtschaft. Er nutzt Partnerschaften mit der Wirtschaft und der öffentlichen Hand und wirkt in nationalen Innovationsnetzwerken und der Umsetzung der nationalen Innovationsparkstrategie mit.
  • Er betreibt grosse Forschungsinfrastrukturen von gesamtschweizerischer Bedeutung.
  • Der ETH-Bereich schafft attraktive und familienfreundliche Arbeitsbedingungen, fördert die Chancengleichheit und bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

Bundesrat und Bundesparlament haben den ETH-Rat beauftragt, die Bewirtschaftung der Grundstücke und Immobilien zu koordinieren und für den Wert- und Funktionserhalt zu sorgen, die Finanzierungsbasis des ETH-Bereichs zu optimieren und den Institutionen die Mittel unter Berücksichtigung seiner strategischen Ziele, der akademischen Leistung und der Lastfaktoren, die den Institutionen durch das Kernaufgaben entstehen, zuzuteilen. Zusätzlich zum Leistungsauftrag kommen dem ETH-Bereich auch besondere Aufgaben im Rahmen der Umsetzung der „Energiestrategie 2050“ und des Aktionsplans „Koordinierte Energieforschung Schweiz“ des Bundes zu.