Die ETH Zürich und die EPFL gehören zu den besten Hochschulen der Welt. In renommierten Hochschulrankings wird die ETH Zürich 2015 erstmals unter den Top Ten aufgeführt, die EPFL als die weltweit beste Hochschule, die in den letzten 50 Jahren gegründet wurde. Und auch das PSI sowie die WSL, die Empa und die Eawag haben 2015 ihr internationales Spitzenniveau in Forschung und Innovation wiederum unter Beweis gestellt. Der ETH-Rat ist stolz auf diese Erfolge. Sie zeugen von den grossen Leistungen, die der ETH-Bereich für die Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft erbringt.

Auch eine von Bundesrat Johann Schneider-Ammann 2015 eingesetzte internationale Expertengruppe stellt dem ETH-Bereich ein ausgezeichnetes Zeugnis aus und bestätigt unter anderem seine herausragende Rolle im Wissens- und Technologietransfer zugunsten des Denk- und Werkplatzes Schweiz. Der Expertenbericht zeigt: Die Autonomie des ETH-Bereichs, seine Internationalität sowie eine langfristig ausgerichtete, robuste Finanzierung durch den Bund sind zentrale Pfeiler seines Erfolgs. Soll dieses Erfolgsmodell auch für die Zukunft gesichert sein, muss die Politik weiterhin für gute und stabile Rahmenbedingungen sorgen.

Verschiedene politische Entwicklungen weisen aber leider in eine andere Richtung. Das Stabilisierungsprogramm 2017–2019 des Bundesrats sieht für den Bildungs-, Forschungs- und Innovationsbereich eine spürbare Verlangsamung des Zuwachses der Finanzierungsbeiträge vor. Gerade angesichts des starken Frankens und der Unsicherheiten über den Zugang zu europäischen Fachkräften und Forschungsprogrammen ist die Schweiz aber mehr denn je auf die Förderung ihres eigenen Nachwuchses und ihre Innovationskraft angewiesen, um international konkurrenzfähig zu bleiben und Arbeitsplätze im Land zu halten. Der ETH-Rat zählt deshalb darauf, dass Bundesrat und Parlament Bildung, Forschung und Innovation weiterhin als wertvollsten Rohstoff unseres Landes erachten, in den es gerade heute gezielt und prioritär für die Zukunft zu investieren gilt.