Die bekannteste Dienstleistung des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF ist das Lawinenbulletin. Mit den im Winter zweimal täglich veröffentlichten Informationen zu Schnee- und Gefahrensituation beugt das Institut Unfällen mit oft fatalen Folgen vor.

Foto: PermaSense/TIK/ETH Zürich

Wer im Winter eine Skitour auf einen Gipfel der Schweizer Alpen plant, konsultiert zuvor mit grösster Wahrscheinlichkeit das Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos. Wohl kaum eine andere Publikation des gesamten ETH-Bereichs findet so viel öffentliche Beachtung wie diese sehr detaillierten Warnmeldungen zur Schneelage und Lawinengefahr in den Bergen zwischen Engadiner und Walliser Alpen.

Griffige Instrumente für die Praxis

Das SLF ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Forschungs- und Dienstleistungszentrum, beschäftigt rund 130 Mitarbeitende und gehört zur Forschungsanstalt WSL. Es fokussiert seine Aktivität auf die Themen Schnee, Atmosphäre, Naturgefahren, Permafrost und Gebirgsökosysteme. Die SLF-Mitarbeitenden sind sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung aktiv. Ziel ist, griffige Instrumente für Behörden, Industrie und die Öffentlichkeit zu entwickeln, die zum Beispiel für das Risikomanagement von Naturgefahren oder die Analyse von Klima- und Umweltveränderungen eingesetzt werden können.

Im Dienst der Öffentlichkeit

In enger Verbindung mit der Forschung bietet das SLF zudem eine Reihe von Dienstleistungen an. Dazu gehören neben dem Lawinenbulletin auch Beratungsmandate, Expertisen zu Lawinenunfällen und Lawinenschutz sowie die Entwicklung von Warnsystemen für alpine Naturgefahren. Die Mitarbeitenden des SLF sind ausserdem in der Lehre innerhalb des ETH-Bereichs und an diversen Universitäten im In- und Ausland tätig und bilden Sicherheitsfachleute aus. Ihr Knowhow geben die SLF-Spezialisten über die Medien und andere Kommunikationskanäle an die breite Öffentlichkeit weiter.