Die Empa betreut im Auftrag des Bundesamt für Umwelt das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe. Die Messungen an 16 Standorten in der ganzen Schweiz dienen sowohl der Früherkennung problematischer Luftschadstoffe als auch der Erfolgskontrolle der schweizerischen Umweltpolitik.

NABEL-Messstationen. Grafik: Empa

Die Qualität der Luft in der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund vieler Massnahmen deutlich verbessert. Verschiedene Immissionen sind jedoch weiterhin zu hoch, so etwa die Schadstoffbelastung bei Wintersmog, die Ozonwerte im Sommer und die zu grossen Stickstoffeinträge in Wälder und Ökosysteme. Auf der Emissionsseite bereiten unter anderen Feinstaub und klimawirksame Gase Sorgen.

Für Umweltschutzbehörden aller Ebenen ist es deshalb wichtig, die aktuelle Luftschadstoffbelastung genau erfassen und ihre mittel- und langfristige Entwicklung verfolgen zu können. Für diese Aufgabe wurde das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL) ins Leben gerufen. Das Projekt wird gemeinsam von der Empa und dem Bundesamt für Umwelt geführt.

16 Messstationen in der ganzen Schweiz

Das NABEL-Messnetz besteht aus 16 über die gesamte Schweiz verteilten Messstationen. Deren Standorte repräsentieren die häufigsten in der Schweiz vorkommenden Belastungssituationen. Dadurch kann mit einer relativ kleinen Anzahl von Punktmessungen ein detailliertes Bild über die Luftqualität im ganzen Land gewonnen werden. NABEL-Stationen befinden sich etwa in Grossstädten wie Zürich, Basel, Bern und Lausanne VD, entlang grosser Verkehrsachsen wie in Härkingen SO und Payerne VD, in Bergstädten wie Davos GR oder auf Gipfeln wie der Rigi SZ. Einige der Stationen sind in internationale Messprogramme eingebunden, namentlich European Monitoring and Evaluation Programme (EMEP) und Global Atmosphere Watch (GAW).

Für den Betrieb des NABEL ist die Empa zuständig – als Dienstleistung für die Öffentlichkeit. Daneben ist das Programm eine wichtige Plattform für Forschungsprojekte.