Der technische Forschritt in der Informatik birgt neben seinem unleugbaren Nutzen auch grosse Gefahren. Datenklau und Piraterie, Computerviren oder das sich widerrechtliche Aneignen von Identitäten sind nur einige Beispiele. Forschende der EPFL wirken solchem Missbrauch durch eine Verbesserung der Informatiksicherheit entgegen.
Die Informatiksicherheit umfasst die Gesamtheit der technischen, organisatorischen, rechtlichen und menschlichen Mittel, die notwendig sind, um die Sicherheit der Information und des Informationssystems im Informatikbereich zu garantieren. Sie zielt darauf ab, Daten vor widerrechtlichem Zugang, illegaler Benutzung, Verbreitung, Zerstörung oder unerlaubter Abänderung zu schützen. An der EPFL ist Informatiksicherheit ein Forschungsschwerpunkt.
Drahtloser Zugang ist ein Risiko
Der drahtlose Zugang zu Netzwerken ist sicherheitstechnisch ein Albtraum. So bieten Kurzdistanzübertragungssysteme wie Wifi oder Bluetooth, die freien Zugriff auf alle Rechner innerhalb einer bestimmten Zone erlauben, keine absolute Sicherheit. Eine Mitteilung kann abgefangen oder von einer Drittperson geändert werden und so eine Verletzung der Privatsphäre zur Folge haben. Auch vertrauliche Informationen sind vor dieser Art Diebstahl nicht sicher. Dank den Forschenden der EPFL sind wichtige Fehler in diesen Übertragungssystemen identifiziert und den Herstellern mitgeteilt worden, so dass diese sie verbessern konnten.
Was die Forschung bewirken kann
Neben der blossen Identifizierung von Systemschwächen entwickeln die Forschenden der EPFL neue Möglichkeiten zur Kodierung und somit zum Schutz der Informationen (Kryptografie). Auch betonen sie die Notwendigkeit, eine angepasste Gesetzesgrundlage zu schaffen, Spezialisten für das Risk Management im Bereich Informatiksicherheit auszubilden und jeden Nutzer über die Gefahren aufzuklären. Zu diesem Zweck untersuchen die Forschenden die verschiedenen Massnahmen, die es für eine optimale Informatiksicherheit einzuleiten gilt – sowohl bei Unternehmen und öffentlichen Institutionen als auch bei einzelnen Individuen.
Wie ist die Schweiz positioniert?
In der Schweiz gibt es mehrere dutzend öffentliche und private Kompetenzzentren, die sich mit Informatiksicherheit befassen. Dieses Engagement ordnet sich in die schweizerischen Traditionen der Neutralität, dem Schutz der Privatsphäre und dem Bankgeheimnis ein und eröffnet der Schweiz gute Möglichkeiten, sich in der Informatik- und Datensicherheit international zu positionieren.






