06. März 2013

Eine von breiten Kreisen unterstützte parlamentarische Initiative will die Studiengebühren an den beiden ETH nach Steuerdomizil differenzieren. Für den ETH-Rat schafft dies eine neue Ausganglage. Er sistiert daher seinen Plan, die Gebühren zu verdoppeln und wird die weitere Entwicklung sorgfältig verfolgen.

Eine von Mitgliedern mehrerer Fraktionen unterzeichnete, am 5. März 2013 eingereichte parlamentarische Initiative verlangt, dass die Studiengebühren an den beiden ETH nach Steuerdomizil der Eltern und/oder Betroffenen differenziert werden. Für inländische Steuerpflichtige will die Initiative die Gebührenerhöhung auf die Teuerung beschränken, ausländische Steuerpflichtige sollen nicht über dreimal mehr als inländische bezahlen. Der ETH-Rat hat diesen politischen Vorstoss an seiner heutigen Sitzung als ausserordentliches Traktandum diskutiert. Die Aussicht auf eine neue gesetzliche Grundlage für unterschiedliche Gebühren schafft eine neue Ausgangslage. Der ETH-Rat sistiert deshalb die im Dezember 2012 auf Antrag der ETH Zürich und der EPFL ins Auge gefasste Verdoppelung der Studiengebühren. Der ETH-Rat wird die weiteren Arbeiten an der parlamentarischen Initiative sorgfältig verfolgen, zählt auf deren rasche Umsetzung und ist bereit, daran mitzuarbeiten.