Der ETH-Rat ist verantwortlich für die Strategische Planung des ETH-Bereichs. Er erstellt diese Vierjahresstrategie zuhanden des Bundes, der daraus die strategischen Ziele (vormals Leistungsauftrag) des Bundesrats für den ETH-Bereich ableitet. Als inhaltliche Grundlage dient die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation.

In der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft)  formuliert der Bundesrat die Leitlinien, Ziele und Massnahmen seiner Bildungs- und Wissenschaftspolitik für eine Periode von jeweils vier Jahren. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, werden auch die entsprechenden Gelder gesprochen.

Die Federführung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft liegt beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Die davon betroffenen Bereiche (ETH-Bereich, Universitäten, Fachhochschulen, Schweizerischer Nationalfonds, Kommission für Technologie und Innovation etc.) werden bei der Erarbeitung stark miteinbezogen (vgl. Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation). Der ETH-Rat bringt dabei seine Strategische Planung für den ETH-Bereich ein.

Die strategischen Ziele des Bundesrats für den ETH-Bereich

Im Rahmen der BFI-Botschaft legt der Bundesrat die strategischen Ziele (bis 2016: Leistungsauftrag) für den ETH-Bereich für jeweils vier Jahre fest. Das Parlament bewilligt dazu einen Zahlungsrahmen für Betrieb und Investitionen des ETH-Bereichs. Auf dieser Grundlage führt der ETH-Rat die ETH Zürich, die EPFL und die vier Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag. Er schliesst dafür mit jeder Institution eine Zielvereinbarung ab.

Zahlungsrahmen des Bundes für den ETH-Bereich 2017-2020

In der Leistungsperiode 2017 bis 2020 beträgt der von der Bundesversammlung genehmigte Zahlungsrahmen für den ETH-Bereich 10‘337,7 Mio. CHF.

Die Ziele des Bundes für den ETH-Bereich gemäss den strategischen Zielen 2017-2020

Die strategischen Ziele des Bundesrats für den ETH-Bereich für die Jahre 2017–2020 bauen auf den vorangegangenen Leistungsaufträgen (Bezeichnung bis 2016) und den daraus gewonnen Erkenntnissen auf. Die wichtigsten Herausforderungen für den ETH-Bereich sind die steigenden Studierendenzahlen, im weltweiten Wettbewerb zu bestehen, die Möglichkeit, ohne Einschränkungen an internationalen Kooperationen teilzunehmen sowie die Finanzierung, der Betrieb und die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen.

In der Leistungsperiode 2017 bis 2020 strebt der ETH-Rat u.a. die folgenden, vom Bundesrat beantragten und vom Parlament genehmigten Ziele zur Erfüllung seiner Kernaufgaben der Lehre, Forschung und des Wissens- und Technologietransfers (WTT) an:

  • Der ETH-Bereich bietet eine im internationalen Vergleich erstklassige, forschungsbasierte und für die Studierenden attraktive Lehre an. Er baut seine internationale Spitzenposition in der Forschung weiter aus und setzt thematische Schwerpunkte.
  • Er betreibt und entwickelt grosse Forschungsinfrastrukturen von gesamtschweizerischer und internationaler Bedeutung.
  • Er fördert den Transfer seiner Erkenntnisse und Kompetenzen in die Gesellschaft und Wirtschaft. Der ETH-Bereich baut seine Position als wichtiger akademischer Partner von Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung weiter aus. Er beteiligt sich aktiv an der weiteren Konzeption und Umsetzung der Strategie für den Schweizerischen Innovationspark.
  • Er wirkt bei der Gestaltung des Hochschulraums Schweiz aktiv mit und baut die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den besten Institutionen der Welt weiter aus und stärkt seine internationale Ausstrahlung.
  • Der ETH-Bereich sorgt für international attraktive und familienfreundliche Arbeitsbedingungen, sorgt für Chancengleichheit und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Bundesrat und Parlament haben den ETH-Rat darüber hinaus beauftragt, die Bewirtschaftung der Grundstücke und Immobilien zu koordinieren und für deren Wert- und Funktionserhalt zu sorgen, die Finanzierungsbasis des ETH-Bereichs zu erweitern und den Institutionen die Mittel unter Berücksichtigung seiner strategischen Ziele, der akademischen Leistung und der Lastfaktoren, die den Institutionen durch die Kernaufgaben entstehen, zuzuteilen. Der ETH-Rat hat gemeinsam mit den Institutionen des ETH-Bereichs ausserdem vier strategische Forschungsschwerpunkte festgelegt: Advanced Manufacturing, Personalisierte Gesundheit und zugehörige Technologien, Datenwissenschaften und Energie.