Für die Umsetzung des operativen, auf den Betrieb fokussierten Energie- und Umweltmanagements im ETH-Bereich sind die Institutionen verantwortlich. Die Umsetzung der Massnahmen im Rahmen des Energie-Vorbilds Bund läuft bis 2020 und ist auf Kurs

ETH Zürich

Die ETH Zürich legte 2017 wichtige Grundsteine: Die Schulleitung bewilligte den Masterplan Energie Zentrum, der zwischen 2018 und 2025 realisiert wird. Dieser beinhaltet den Ersatz der bestehenden dezentralen Kälteversorgung durch ein Kältenetz und als Fernziel den Anschluss an eine Seewasserleitung. Neben der Energieeffizienz wird damit auch die Versorgungssicherheit erhöht. Um den denkmalgeschützten HP-Bereich (Hönggerberg) optimal ans Anergienetz anzuschliessen, wurde ein Planungsprojekt gestartet. Der 2017 verabschiedete Aktionsplan Photovoltaik (PV) sieht vor, bei Neubauten grundsätzlich eine PV-Dachanlage zu integrieren. Ziel ist es, bis 2022 mindestens 500 kWp zusätzliche PV-Kapazität zu erstellen. In der Betriebsoptimierung geht die ETH Zürich neue Wege, indem das 2016 eröffnete Lehr-, Forschungs- und Robotiklabor HIB bereits in der Einregulierungsphase einer systematischen Optimierung aller Betriebsparameter unterzogen wird. www.umwelt.ethz.ch

EPFL

2017 war für die EPFL in Bezug auf neue Nachhaltigkeitsprojekte ein besonders ereignisreiches Jahr. Im Mai mobilisierte die 4. Ausgabe des «Act for Change»-Wettbewerbs, bei dem es um Best Practices in sozialer und ökologischer Verantwortung geht, wiederum fast 700 Mitarbeitende auf dem Campus. Zum Thema Abfall wurde in den Restaurants und Foodtrucks ein grosser Test mit abwaschbarem Geschirr als Ersatz für Wegwerfgeschirr durchgeführt. Die ersten Resultate sind sehr vielversprechend. Dank des neuen Mobilitätsfonds entstanden verschiedene Projekte in Sachen Mobilität: Einführung eines Mitarbeiterrabatts von 15 % auf die Abonnements des Tarifverbunds Mobilis, Lancierung des ersten Selfservice-Cargobike-Verleihs in der Schweiz, Erstellung von 600 neuen Veloabstellplätzen (doppelstöckig) und Errichtung des neuen Bike Centers für den Kauf von Neu- und Occasionsvelos sowie für kleine Reparaturen. exploitation-energies.epfl.ch / developpment-durable.epfl.ch

PSI

Am PSI konnten 2017 zahlreiche Massnahmen insbesondere im Bereich der Grossforschungsanlagen umgesetzt werden. Das grösste in Realisierung befindliche Projekt betrifft die Erneuerung der Helium-Kompressoren der Kälteanlagen. Das Projekt wurde durch einen Förderbeitrag des BFE-Programms «ProKilowatt» unterstützt und weist ein jährliches Energiesparpotenzial von ca. 1,28 GWh auf. Der Ersatz ausgewählter Vakuumpumpen an der Spallations-Neutronenquelle SINQ (ebenfalls gefördert durch ProKilowatt) ermöglicht die Reduktion des Stromverbrauchs für den Pumpenbetrieb auf ca. ein Drittel des bisherigen Werts. www.psi.ch/about/energieleitbild / www.psi.ch/about/umweltleitbild

WSL

Die WSL hat beschlossen, rückwirkend ab 2016 ihren gesamten CO2-Ausstoss zu kompensieren, der vor allem durch Flugreisen verursacht wird. Im Gebäudebereich verfolgt die WSL schon länger eine CO2-neutrale Strategie. Durch den Ersatz einer Gastro-Abwaschmaschine spart die WSL nun jährlich 280 000 Liter Wasser und 42 MWh Strom (das entspricht dem Verbrauch von zehn Einfamilienhäusern pro Jahr). Die WSL-Umweltgruppe hat einen Recyclingtag organisiert und arbeitet derzeit an Möglichkeiten, die Mitarbeitenden zum Verzicht auf Flugreisen zu motivieren. www.wsl.ch/umweltmanagement

Empa

Das Arealkonzept für die Empa und die Eawag beinhaltet umfangreiche Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Produktion von erneuerbarer Energie. Als eine der Massnahmen wurde eine fassadenintegrierte Photovoltaik-Anlage installiert, bestehend aus neuartigen Dünnschicht-Solarzellen mit einer Maximalleistung von rund 30 kWp. Die CIGS-Zellen sind ein Produkt der Forschungskooperation zwischen dem Schweizer Start-up Flisom und der Empa. Das Roll-to-Roll-Produktionsverfahren erlaubt eine schnelle, kosteneffiziente Fertigung mit geringem Material- und Energieaufwand. www.empa.ch/web/resources-environment

Eawag

Die Mitarbeitenden der Eawag erzielten bei der Aktion «bike to work» 2017 ein Spitzenresultat: In der Kategorie 500–999 Mitarbeitende kam die Eawag auf Platz 1 mit einer Beteiligungsquote von 30 % und 47 Teams während zweier Monate. Zusammen mit der Empa und dem Verein Umweltvelowege Schweiz eröffnete die Eawag zudem eine Erlebnisstation, die sich insbesondere an Familien mit Kindern wendet. Spielerisch zeigt die Eawag-Station, wie in der Schweiz die Wasserkraft genutzt wird und welche Massnahmen dazu führen, dass unsere Bäche und Flüsse wieder mehr Lebensraum bieten. www.umwelt.eawag.ch