ETH Zürich

Digital entworfen, geplant und gebaut

Auf dem NEST-Gebäude der Empa und Eawag in Dübendorf entsteht das weltweit erste Haus, das nicht nur digital entworfen und geplant, sondern weitgehend auch mit digitalen Prozessen, Robotern und 3D-Druckern gebaut wird. Beim dreistöckigen DFAB HOUSE testen acht Professuren der ETH Zürich aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen neuartige Bauverfahren aus dem Labor erstmals unter realen Bedingungen. Ziel ist es, zu untersuchen, inwiefern solche digitalen Technologien das Bauen nachhaltiger und effizienter machen und das gestalterische Potenzial erhöhen können. Entstanden ist das Projekt unter Mitwirkung von Wirtschaftspartnern im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Digitale Fabrikation. Bild: ETH Zürich/Empa

Test

WSL

WSL am WEF im Dialog mit der Politik

Während des World Economic Forums (WEF) co-organisierte und beherbergte die WSL an ihrem Standort Davos die hochkarätige Veranstaltung «Arctic Basecamp». Polarforschende, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter sowie Politikerinnen und Politiker aus der Schweiz und dem Ausland tauschten sich über die Folgen des Klimawandels in der Arktis für die Weltwirtschaft aus. Kapazitäten wie die ehemalige Generalsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention Christiana Figueres und der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore (s. Bild unten links) sowie WSL-Direktor Konrad Steffen nutzten die Präsenz der WEF-Teilnehmenden, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen und den faktenbasierten Dialog zu fördern. Bild: Phil Wenger/WSL

Empa

Advanced Manufacturing nimmt Fahrt auf

Die herstellende Industrie erlebt derzeit eine Revolution: Völlig neuartige Vernetzungen von Computern, Daten und physischen Gegenständen entstehen – und verändern die Art, wie wir produzieren. Der neu gegründete Strategische Fokusbereich «Advanced Manufacturing» des ETH-Bereichs unter Federführung der Empa soll helfen, das Potenzial der Digitalisierung und neuartiger Fertigungsmethoden für die Schweizer Industrie gezielt zu nutzen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann lobte auf der Eröffnungsveranstaltung am 13. November in Bern die international starke Stellung der Schweizer Forschungsinstitutionen in diesem Bereich, wies aber darauf hin, dass man den industriellen Wandel im Auge behalten müsse. Bild: Empa/Empa www.sfa-am.ch

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PSI

Zerstörungsfreier Blick in Computerchips

Die Stromleitungen und Transistoren der elektronischen Chips moderner Computer und Mobiltelefone sind nur wenige Nanometer gross. Während die Herstellung dieser Strukturen Standard ist, bleibt die Vermessung der fertigen Chips aufwendig. Forschenden des PSI ist es erstmals gelungen, 3D-Röntgenaufnahmen vom Innenleben eines handelsüblichen Computerchips zu machen. Mittels der an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) durchgeführten Experimente liessen sich die winzigen Strukturen zerstörungsfrei abbilden. Die Entwicklungsziele sind ambitioniert und bilden das Interesse der Halbleiterindustrie ab: Während der bisher untersuchte Bereich nur einige Mikrometer gross war, sollen in Zukunft ganze Mikrochips in akzeptabler Messzeit zerstörungsfrei untersucht werden können.

Eawag

Gewässerschonendere Landwirtschaft

Eine produktive und gleichzeitig gewässerschonende Landwirtschaft bleibt eine Herausforderung. Häufig werden in Flüssen, Bächen oder Seen Pflanzenschutzmittel gefunden. Dies hat zu politischen Initiativen geführt, zum Beispiel zur Ausarbeitung des «Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutzmittel», mit dem der Bund die Risiken halbieren und Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz fördern will. Der Infotag der Eawag im September 20 17 zeigte auf, dass die Konflikte zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Gewässerschutz mit einem sachlichen Dialog, transparenten Zielen und einem Bündel von Massnahmen angegangen werden können.

EPFL

Triumph beim Solar Decathlon

Mit einer Partnerschaft zwischen der EPFL, der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg, der Haute école d’art et de design Genf und der Universität Freiburg hat die Schweiz bei ihrer ersten Teilnahme am Solar Decathlon den Wettbewerb klar gewonnen. Bei diesem vom US-Ministerium für Energie organisierten solaren Zehnkampf messen sich Universitäten aus aller Welt. Ziel sind die Planung und der Bau eines innovativen Hauses, das seinen Energiebedarf ausschliesslich über selbst produzierten Solarstrom deckt. Das Schweizer Team aus 250 Studierenden – wovon drei Viertel von der EPFL stammen – hat drei Jahre lang an diesem Projekt gearbeitet. 43 Studierende reisten nach Denver, um das Projekt zu vertreten. Das Resultat: Die Schweiz holte in acht von zehn Wettbewerben Podestplätze, sechs davon auf dem obersten Treppchen. Bild: Fred Hatt/EPFL