13. November 2012

Die Studierendenzahlen an den beiden ETH in Zürich und Lausanne haben in den zwei Leistungsperioden seit 2004 um über die Hälfte zugenommen. Für 2013, den Beginn der neuen Leistungsperiode, widmet der ETH-Rat zusätzlich Mittel um und budgetiert rund 40 Mio. CHF mehr als 2012 für die Lehre und damit zugunsten der Studierenden.

Für den ETH-Bereich ist 2013 das erste Jahr einer neuen Leistungsperiode; ein Eckwert darin sind die knapp 28‘000 Studierenden und Doktorierenden, die für die ETH Zürich und die EPFL prognostiziert sind. Zu Beginn der letzten Periode, 2009, waren über 22‘500 Studierende eingeschrieben; zu Beginn der vorletzten Periode, 2004, studierten knapp 18‘500 Studierende und Doktorierende an ETH in Zürich und EPFL. Dieser markante Anstieg der Studierendenzahlen entspricht einem Bedürfnis: Die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft benötigen mehr Studienabsolventinnen und -absolventen in Mathematik, Ingenieur-, sowie Natur- und Technikwissenschaften (MINT-Fächer).

Um die Qualität der Lehre hoch zu halten, hat der ETH-Rat für 2013 zusätzlich Mittel zugunsten der Lehre (Betreuung, Entwicklung der Lehre und Infrastruktur) umgewidmet: aus noch nicht verteilten Mitteln aus dem Budget 2011 (12 Mio. CHF) sowie durch die Umverteilung von 4,8 Mio. CHF, die für die strategischen Grossprojekte (vgl. Kasten) geplant gewesen waren. Die beiden ETH wollen 2013 knapp 30 zusätzliche Professuren aus direkten Bundesmitteln schaffen. Zudem investieren die beiden ETH und die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs insgesamt in zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeitende – und in die dringend erforderlichen Infrastrukturen.

Um weiterhin und langfristig in die Lehre investieren zu können, hat sich der ETH-Rat bereits frühzeitig für ein kontinuierliches Wachstum des Bundesbeitrags eingesetzt. In der Folge hat das Parlament mit den Beschlüssen zur Botschaft des Bundesrats zu Bildung, Forschung und Innovation 2013-2016 dem ETH-Bereich zwar für 2013 2‘259,4 Mio. CHF (+3.9 %) in Aussicht gestellt (budgetiert waren 2‘227,4 Mio. CHF). Der Bundesrat hat indessen von diesen zusätzlichen Mitteln 12 Mio. CHF für Energieforschung reserviert, und zwar mit seiner Botschaft „Koordinierte Energieforschung Schweiz“. Für die Folgejahre 2014-2016 steigt der für Energieforschung reservierte Betrag auf 16 Mio. CHF jährlich. Zudem plant der Bundesrat in diesen Jahren, mit dem Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket 2014 den Finanzierungsbeitrag an den ETH-Bereich zusätzlich zu kürzen (2014: 28 Mio. CHF, 2015 und 2016: je 29 Mio. CHF).

Mit rund 62 % den grössten Teil des für 2013 budgetierten Aufwands stellt der Personalaufwand dar. Er steigt gegenüber 2012 voraussichtlich um 65,0 Mio. CHF (+ 3,4 %). Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch die Zunahme der Zahl der Professorinnen und Professoren sowie die höhere Zahl an zweit- und drittmittelfinanzierten Stellen.

Das Budget 2013 des ETH-Rats muss noch von der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft in der Wintersession 2012 beschlossen werden.